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Wildernde Hunde

Aktualisiert: 13. Nov 2018

Das Problem des Jägers, oder des Halters?


"Mein Hund macht sowas nicht" Das hat vermutlich jeder Jäger schon mal zu hören bekommen der einen Hunde Besitzer auf seinen Freilaufenden Hund angesprochen hat.


Hunde im Revier

Für Jäger ist dieses Thema nichts Neues für viele Hundebesitzer ist es fast schon ein Tabu Thema, wenn man sie darauf anspricht. Es gibt tatsächlich Hunde die so faul sind das sie Wild nicht verfolgen. In diesem Artikel geht es aber nicht um übergewichtige, faule oder angeleinte Hunde, sondern um aktive Hunde die immer quer Feld ein wollen. Viele Hunde gehören einer Jagdhund Rasse an, diese werden also jede Chance zum Jagen und hetzten nutzen sobald sie aus dem direkten Einfluss Bereich des Besitzers verschwunden sind. Womit entweder Armlänge oder die Leine gemeint ist. Es ist für viele nicht ersichtlich warum es schlimm sein soll, wenn der Hund mal kurz einen Hasen über das Feld hetzt. Ganz davon abgesehen das es als Wilderei ausgelegt werden kann sollte man bedenken das es mehr Hunde als nur den eigenen gibt. Es ist nicht gut für die Wildtiere, wenn sie fast Täglich gehetzt werden damit greift man zu bestimmten Jahreszeiten empfindlich in die Gruppenbildung, oder Fortpflanzung von den Tieren ein.



Mehr als nur Hetzte

Fast jeder Jäger hatte schonmal das Problem das ein Hund ein Stück Wild Gerissen* hat, oder noch viel schlimmer es stark verletzt hat es aber nicht gefunden wird. Dieses Problem hatte ich in meinem Haupt Jagdrevier Ende 2017. Der Hund einer Beruflichen Hunde Trainerin hat sich entschieden ein Reh zu verfolgen und hat sich daraufhin in eine Keule verbissen laut der Hunde Besitzerin. Das Reh konnte mit schweren Verletzungen fliehen und konnte trotz einer ausgiebigen Nachsuche nicht gefunden werden. Die nächsten Tage habe ich viel Zeit auf den Umliegenden Hochsitzen verbracht in der Hoffnung das Verletzte Reh zu sehen und je nach Schwere der Verletzung zu erlegen. Dies war leider vergeblich daher gehe ich davon aus das dieses Reh den Verletzungen oder einer Infektion erlegen sein muss. Dies ist ein Trauriger Ausgang da dieses Tier leiden leicht durch eine Leine Verhindert werden hätte können. Von einer Anzeige haben wir in diesem Fall abgesehen da die Besitzerin Reue gezeigt hat und versprochen hat allen Besuchern der Hundeschule eine Leine nahe zu legen um sowas in Zukunft zu vermeiden.



Strafen für Besitzer

Der Besitzer ist Schadensersatz Pflichtig das kann teurer werden als gedacht da auch gewilderte Tiere auf die Abschusspläne des Jagdrevieres anzurechnen sind und da Fleisch von gerissenen Tieren nicht verarbeitet wird kann es gut sein das man den gesamten Schaden durch den nicht Verkauf des Fleisches bezahlen muss. Dazu kommen noch eventuelle lange Nachsuchen plus die Anfahrt des Hundeführers es kann also teuer werden. Eine Anzeige für Wilderei ist auch möglich. Falls es zu einem Zwischenfall kommt bitte an den Jagdpächter oder Polizei wenden und lieber auf Nachsicht des Pächters hoffen, als eine Anzeige zu riskieren, weil Sie beobachtet wurden und nichts gesagt haben.




*Gerissen = Wenn ein Tier von einem Hund oder anderem Raubwild erlegt wurde


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