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Auf dem Weg zu Jungjägern

Unsere erste Drückjagd ein Beitrag von Huntsmen_Berlin

Hallo wir sind die Jungs von Huntsmen_Berlin. Unsere Namen sind Lennart und Helge und wir sind, wie der Titel schon vermuten lässt, auf dem Weg Jungjäger zu werden.



Treiber

Auf dem Weg dorthin stand letztes Wochenende unsere erste Drückjagd als Treiber an.

Die Einladung wurde seitens des Vorsitzenden unseres Vereines, bei dem Wir seit Anfang des Jahres Mitglied sind, ausgesprochen und die Vorfreude war natürlich groß.

Zum einen ist es toll dabei zu sein, steigert aber natürlich die Vorfreude auf den eigenen Jagdschein. Insofern müssen wir uns in Geduld üben, ganz nach dem Motto „Ein Stein nach dem anderen“.

Das Revier in dem die Drückjagd stattfand liegt nahe der Autobahn und anderen stärker befahrenen Straßen. Somit war ausgeschlossen unseren 4-jährigen Welsh Springer Spaniel „Buddy“ zu schnallen. In jedem Fall eine körperliche Herausforderung so ein Kraftpaket 4 Stunden an der Leine zu führen und vor allem zu halten.



Buddy

Vorbereitung

Unsere Vorbereitungen gingen schon mehrere Tage vorher los. Welche Sachen benötigen wir, gibt es besonderes Equipment was wir brauchen. Braucht der Hund eine Schutzweste oder reicht es, wenn er eine Signalweste trägt. Fragen über Fragen mit denen wir unseren Lehrprinzen löchern mussten.

Steht man da ganz allein auf weiter Flur mit den endlosen Sphären der OnlineShops, ist eine fachkundige Unterstützung dahingehend schon sehr hilfreich. Es stellte sich die Frage nach „sinnvoll oder nicht sinnvoll“, „ein kann oder muss“ und vor allem Preisleistung. Aber wem erzählen wir das. Ihr habt vermutlich alle schon mal bei „F…“ durch den OnlineShop gestöbert.

Nachdem er uns alle Fragen beantwortet hat ging es los an die Besorgungen. Jacke, Schuhe, Signalweste und Mütze mussten gekauft und anschließend zusammengepackt werden.

Der Rucksack füllte sich bis zum Samstag und wurde mehrfach auf Vollständigkeit überprüft. Das heißt in unserem Fall: Auspacken, kontrollieren, einpacken, überlegen und nochmal von vorne. Und zum Schluss die Jacke dann doch zu Hause liegen zu lassen.


Tag der Jagd

Samstag den 10.11. war es dann endlich soweit. 06 Uhr klingelte der Wecker. Anziehen, Verpflegung machen, Hund auslüften und ins Auto packen, die innere Checkliste noch einmal durchgehen und auf ging das Abenteuer. Wir fuhren knapp eine Stunde bis zum Treffpunkt. Wie schon gesagt - 10 Minuten davon um zurückzufahren und die Jacke zu holen. Dort angekommen hieß es Hallo sagen, sich in die Treiberliste eintragen und den Hund fertigmachen. Buddy bekam seine Signalweste und Geschirr an und man spürte wie die Aufregung jede Sekunde mehr in ihm hochstieg.

Los soll es gehen! Jetzt, machte er uns unmissverständlich klar. Um 08:30 ging es zur

Treibereinteilung und Sicherheitsbesprechung. Eingeteilt hat man uns mit einem anderen sehr erfahrenen Hundeführer der mit uns durchgehen sollte. Einen so erfahrenen Hundeführer an der Seite zu haben, war spannend und lehrreich zu gleich. Mit seiner ruhigen Art und den Umgang mit seinem Hund hat er uns viele Einblicke gegeben wie man zusammen mit seinem Hund jagen kann.

Jetzt ging es los. Um Punkt 9 ertönten die Hunde mit Gebell und Geläut. Auch Buddy stimmte in das wunderbare Orchester aus Hundegebell ein. Nach kurzer Zeit wurde es dann auch zum ersten Mal Spannend. 10 Meter vor uns sprang der erste Bock ab. Buddy nahm sofort Witterung auf und trieb ihn mit lautem Geläut Richtung ersten Stand.



Der Puls war zu spüren und das Herz schlug höher.

Wir waren hin- und hergerissen. Zwischen eigener Aufregung und Spannung und diesem Glücksgefühl Buddy in seinem Element zu erleben und in der Leine zu spüren.

Man hörte durch die Reihen rufen das Rehwild hochgemacht wurde.

Nach kurzer Zeit verstummte Buddy erstmal wieder und das Treiben/Suchen ging konzentriert weiter.

Man merkte jede Sekunde das wir Ihn schon lange als Suchhund führen und seit einem Jahr vom Mantrailer zum Nachsuchehund umpolen.

Ruhig und konzentriert suchte er jeden Wildwechsel ab und kam so immer wieder zum Stück.

Das Treiben ging insgesamt 4 Stunden und wir drei haben mit unserer Treiberwehr 5 Hasen, 7 Stück Rehwild und 3 Füchse auf die Beine gebracht.

Um 13Uhr ging es dann zurück zum Sammelplatz, wo die erlegten Stücke versorgt und zum Streckenplatz verbracht wurden.

Was natürlich nicht fehlen durfte ist das traditionelle Schüsseltreiben. Unser Jagdpächter hat eine fantastische Linsensuppe gekocht. Diese war nicht nur lecker, sondern tat nach 10km Fußmarsch auch einfach gut. Buddy konnte am Buffet ein Würstchen vom Jagdpächter abstauben.

Abschließend wurden an die Schützen die Schützenbrüche verteilt und allen für Ihre Arbeit gedankt.

Alles in allem saßen wir 16 Uhr völlig kaputt im Auto und fuhren gen Heimat.


Fazit

Unser Fazit der ersten Drückjagd ist durchgehend positiv. Wir haben viel über die Arbeit und die Notwendigkeit von Hunden erfahren.

Buddy konnte mit erfahrenen Hunden gemeinsam jagen und war am Nachmittag so platt das er nicht mal mehr zur letzte Gassirunde wollte.

Wir beiden angehenden Jungjäger konnten nicht nur Tipps und Tricks beim Treiben abschauen, nein auch die Traditionen die bei solchen Gesellschaftsjagden gepflegt wurden haben uns begeistert.

Wir gehen mit einem tollen Gefühl nachhause und freuen uns schon auf die nächste Einladung.

Danke für die Einladung und die damit verbundenen Erlebnisse.




Autoren: Lennart und Helge

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